Rodungen in der Kiesgrube
An den Hängen der Rissener Kiesgrube im Waldpark Marienhöhe wachsen Gehölzdickichte und Japanischer Staudenknöterich. Nur an wenigen Stellen können Spaziergänger noch den freien Blick ins Tal genießen – ein in Altona einmaliges Erlebnis. Auch Tier- und Pflanzenarten, die nur an sonnenexponierten, offenen Hängen existieren können, verlieren ihren Lebensraum. Der Bezirk Altona hat im letzten Monat an einigen Hangabschnitten Gehölze gerodet. Ermöglicht wurde die Naturschutzmaßnahme, die gleichzeitig die Erlebnisqualität verbessert, durch Ausgleichsmaßnahmen, die für den Bau des Othmarschenparks erforderlich sind. Ein Bestand der Sandstrohblume, der auf dem Gelände des Othmarschenparks wächst, wird in die Kiesgrube verpflanzt. Die Pflanzenart, die in Hamburg als ausgestorben gilt, benötigt magere, offene Sandböden und volles Sonnenlicht. Auch der in Othmarschen gefundene Nachtkerzenschwärmer, eine seltene Schmetterlingsart, erhält in der Kiesgrube einen neuen Lebensraum. Als Futterpflanzen werden Nachtkerze, Weidenröschen und Natternkopf gepflanzt.